Gründungsgeschichte

Mittwoch, den 13. Februar 1901, an diesem Abend trafen sich einige unserer Urgroßväter und Großväter, um anlässlich der bevorstehenden Fastnacht einen Verein zu gründen, der laut den Statuten „Die Fastnacht hoch zu halten und den Karneval festlich zu begehen“ hat. Hierbei traten zugleich 35 Mitglieder dem bislang ersten Verein dieser Art im Vogelsberg bei, die aus ihren Reihen einen Vorstand wählten. Dieser bestand damals aus 3 Personen, dem I. Vorsitzenden Urban Hausmann, dem Rechner Wagner und dem Schriftführer Heinrich Diemer. In dem Gründungsjahr wurde an Fastnacht der erste Umzug in Freiensteinau durchgeführt, wobei im Anschluss daran im Saale „Zum weißen Roß“ der erste Maskenball folgte.

Aschermittwoch, den 20. Februar, traf man sich zur heute schon traditionellen Nachfeier. Bis zu dieser Veranstaltung erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 50 Personen. Dieses ist ein Zeugnis dafür, dass der Verein damals schon genug Rückhalt hatte, um auch weiterhin bestehen zu können.

Da mehrere Gaststätteninhaber aus Freiensteinau dem Verein angehörten und einen Saal hatten, wurde 1902 beschlossen, in Zukunft bezüglich der Sitzungen und Veranstaltungen alle Jahre das Lokal gewechselt wird und zwar in der Reihenfolge, wie der Vereinsbeitritt der Lokalbesitzer stattgefunden hatte. Die Namen der Gaststätten waren: „Zum weißen Roß“, „Zur Krone“ und „Das blaue Wirtshaus“.

Nach sechsjähriger Amtszeit legte der damalige I. Vorsitzende, Urban Hausmann sein Amt nieder, da er aus Freiensteinau wegzog. Bei der Wahl am 07.02.1907 wurde der seitherige Schriftführer Heinrich Diemer zum I. Vorsitzenden, August Rasch zum Rechner und Konrad Schultheiß zum Schriftführer gewählt.

Zum Gedenken an den Geburtstag des deutschen Kaisers, widmete der I. Vorsitzende in der Generalversammlung am 27.01.1913, demselben eine kernige Ansprache. Hierbei wurde ebenfalls beschlossen, dass der Umzug erstmalig auch durch den Nachbarort Holzmühl geführt werden soll.

Während des ersten Weltkrieges kam es zu keiner Veranstaltung, so dass am 18.02.1920 mit 21 Mitgliedern die erste Generalversammlung nach dem Krieg abgehalten wurde. Die Vorstandsmitglieder in diesem Jahr waren Heinrich Diemer, Johannes Euler und Ludwig Scheddel.

1923 durfte auf Grund der politischen Verhältnisse im Ruhrgebiet kein Ball stattfinden, daher wurde beschlossen am Fastnachtsdienstag Theaterstücke aufzuführen.

Durch die Geldentwertung 1924 stand unsere Kasse auf dem Nullpunkt und es musste wieder von vorn angefangen werden. Im darauffolgenden Jahr wurde erstmalig ein Preismaskenball organisiert, wobei die schönsten Kostüme mit Gebrauchsgegenstände belohnt wurden.


Die erste Jubiläumsfeier, das 25jährige Bestehen des Vereins feierten die Mitglieder recht zünftig, geehrt wurden hierbei die Gründungsmitglieder, speziell Heinrich Diemer, der seit 25 Jahren ununterbrochen dem Vorstand angehörte. Ihm wurde hierfür ein Orden überreicht.

Bei der Generalversammlung 1930 erweiterte man den Vorstand um einen zweiten Vorsitzenden. Bis zum zweiten Weltkrieg wurden weiterhin Maskenbälle und Umzüge abgehalten. Von 1939 bis 1946 fanden auf Grund des zweiten Weltkrieges keine Veranstaltungen statt. Nach Beendigung des Krieges begann man erneut mit der Vereinsarbeit, die sich bis heute ununterbrochen, mit Ausnahme des ausgefallenen Umzuges 1991 wegen des Golfkrieges, fortsetzt.

Und die Geschichte geht weiter …….

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